Ein Kind, dass ganz darin versunken ist, es selber zu sein. Mädchen im Prinzessinnenkostüm.
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Kennen Sie die Erwartungen Ihrer Mitmenschen? Und kennen Sie Ihre eigenen Erwartungen? Wann sind Sie das letzte Mal wahrhaftig sich selber begegnet?

Vor 1 Woche war ich im Urlaub und hatte viel Zeit, über mich und mein Leben nachzudenken. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich insgesamt, schon ziemlich zufrieden bin. Aber ein Punkt ist immer noch schwierig: Wirklich ich selber sein!

Es gibt viele Erwartungen, die von unseren Mitmenschen aus verschiedenen Richtungen an uns gestellt werden: Der Arbeitgeber erwartet Zuverlässigkeit, Höflichkeit, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, wenig Krankheitszeiten. Meine Klienten erwarten Authentizität, Empathie, Professionalität, kurzfristige Termine und am liebsten eine schnelle Heilung.
Mein Sohn möchte gerne viel Zeit mit mir verbringen und am liebsten den halben Tag mit mir und seinen Autos spielen. Diese Liste könnte ich endlos weiterführen.

Wer sind wir denn nun wirklich?

Ich möchte nun wirklich nicht sagen, dass ich nur aus den Erwartungen meines Arbeitgebers/meiner Klienten oder von meinem Sohn bestehe. Aber ich habe mich gefragt, wann ich wirklich authentisch bin. Wann ich nach meinen Gefühlen handeln kann? Und ich habe mich gefragt, ob ich wirklich weiß, was ich fühle.

Mir ist dabei aufgefallen, dass dies häufig gar nicht wahrgenommen wird. Wir sind so damit beschäftigt, die Erwartungen anderer zu erfüllen, dass wir ganz vergessen, uns mit uns selber zu beschäftigen und uns selber wahrzunehmen.

Diese Selbstwahrnehmung führt dazu, dass wir uns wieder selber fühlen können. Sicherlich ist es nicht möglich, immer unsere Gefühle auszuleben (z.B. einfach aufzuststehen, wenn mein Chef mich nervt – obwohl es sicher Menschen gibt, die das tun würden ;-)), aber diese erstmal wahrzunehmen, ist sicherlich ein erster Schritt.

Ich finde es total interessant, herauszufinden, wer ich bin und wie ich dazu geworden bin. Viele Menschen denken , dass eine Therapie oder psychologische Beratung nur dann notwendig ist, wenn es uns wirklich schlecht geht. Ich plädiere für einen umgekehrten Einsatz: Gucken, was man wirklich braucht wenn es einem gut geht, damit es gar nicht dazu kommen muß, dass es uns schlecht geht. Eine gute Therapie zielt darauf ab, dass wir uns wieder selber fühlen und uns wieder wahrhaftig begegnen. Dies kann auch ohne konkretes “Problem” geschehen. Uns es ist eine wunderbare Erfahrung, die jeder einmal gemacht haben sollte.

Haben Sie Interesse bekommen? Gerne freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme? Im übrigen biete ich aufgrund der positiven Rückmeldungen weiterhin kostenlose Perspektivgespräche (30 Min. ) zum Kennenlernen, Schauen, Ausprobieren und zur besseren Entscheidungshilfe an.